
MAG Seefahrtschule
online Kurs für Selbststudium
siehe Skriptum S 14
Technik
Antriebsarten maschinengetriebener Fahrzeuge
Beispiel 1: Außenbordmotoren

Der Außenborder ist ein häufig
verwendeter Antrieb für kleinere, langsame Motorboote,
findet Verwendung als Hilfsmotor für kleinere Segelboote und
ist beliebt als Antrieb für kleinere und mittelgroße rasante Gleitboote,
unabhängig des Materials und der Bauart des Bootes wie Polyester, Gummi und
Mischbauweisen, z.B. Schlauchboote mit Festrumpf.
Beim Außenborder erfolgt die Steuerung des Bootes durch "lenken" mit dem oder den
Propellern.
Ein Vorteil des
Außenborder ist, dass der Propeller beim Fahren im seichten Wasser, an den
Strand oder solange das Boot mit Leinen festgemacht in der Marina liegt manuell
oder elektrisch aus
dem Wasser gehoben werden kann.
Merke:
Außenborder haben eine direkte Wasserkühlung, daher müssen Außenborder am Ende
des Urlaubes mit Süßwasser durchgespült werden.
Dazu wird an Land ein Wasserschlauch bei der Seewasseraufnahme angesteckt
und der Motor einige Zeit, laut Handbuch, mit Süßwasser laufen gelassen und so
das Salzwasser aus dem Kühlmantel ausgespült.
Beispiel 2: Z - Trieb
An schnellen Sportbooten unter 10
Meter Länge ist dies eine sehr häufige Antriebsart.
Dieser Antrieb ist an der
Spiegelplatte
(Heck der Motoryacht) befestigt und befindet sich somit außerhalb des Bootes.
Der Z - Trieb wird
aufgrund seiner Bauform so genannt.
Beim Z - Trieb erfolgt die Steuerung des Bootes durch "lenken" mit dem oder den
Propellern.
Es entfällt die beim Wellenantrieb erforderliche Stopfbuchse
Diese verhindert ein Eindringen des Seewassers in den Schiffsrumpf bei der
Durchführung der Welle durch die Schiffswand.
Ein weiterer Vorteil des
Z-Antriebes ist, dass der Propeller meist hydraulisch für Wartungsarbeiten aus
dem Wasser gehoben werden kann.
Bei einem Z-Trieb können wie in diesem Bild ersichtlich auch 2 Schrauben auf
einer Welle vorhanden sein und so den Radeffekt des Propellers aufheben.
Beispiel 3:
Wellenantrieb

Motor-
und Segelschiffe unbeschränkter Größe verfügen über eine starre Welle
- Maschine - Drucklager - Stevenrohr - Propeller
die Kurssteuerung erfolgt bei
starrer Welle über das Ruderblatt
Die Welle wird durch das Stevenrohr durch die Schiffswand ins Freie geführt.
Die
Stopfbuchsenschmierung
(drehbaren Fettpresse)
verhindert ein Eindringen des Seewassers in den Schiffsrumpf aufgrund
Wassereintritts durch das Stevenrohr.
Merke:
regelmäßige Kontrollen & Wartungsarbeiten:
Stopfbuchsenschmierung
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